th 4 tag zusteller11.06.2018 "Die Deutsche Post darf sich nicht wundern, wenn die Beschwerden der Kunden hinsichtlich der Zustellung von Briefen und Paketen zunehmen.

Fehlendes Personal sowie ein viel zu hoher Krankenstand, der nicht zuletzt aus den schweren und den mitunter krankmachenden Arbeitsbedingungen resultiert, gefährden die Qualität der Zustellung und verärgern die Kunden. Das Unternehmen muss die hausgemachten Probleme schnellstmöglich lösen." Das sagt die Bundesvorsitzende der Kommunikationsgewerkschaft DPV (DPVKOM), Christina Dahlhaus, anlässlich des Tages des Zustellers am 6. Juni 2018. Nach Angaben der Bundesnetzagentur sind die Beschwerden von Postkunden gegenüber dem Vorjahr deutlich angestiegen. Aus Sicht der DPVKOM ist dies nicht überraschend. So können viele der mehr als 103.000 Brief-, Verbund- und Paketzusteller die vorhandene Arbeitsmenge mit der stetig steigenden Paketflut und Werbepost nicht mehr schaffen - zumal ihre Zustellbezirke auch immer größer werden. Nach Auffassung der DPVKOM fehlen im Unternehmen mehrere Tausend Zusteller. Die DPVKOM-Bundesvorsitzende bekräftigt darüber hinaus die Kritik der DPVKOM an den völlig überzogenen Gewinnzielen der Deutschen Post. Dem Unternehmen geht es wirtschaftlich glänzend. Wenn Postchef Frank Appel nun bis zum Jahr 2020 den jährlichen Gewinn auf fünf Milliarden Euro steigern will, dann geht das nur zu Lasten des Personals. "Das können und wollen wir nicht zulassen", so Christina Dahlhaus. Mit dem Tag des Zustellers, der von der DPVKOM nach 2015 mittlerweile zum vierten Mal ausgerufen wird, will die DPVKOM auf die Arbeitssituation vieler Zustellerinnen und Zusteller der Deutschen Post aufmerksam machen. Dahlhaus weiter: "Die Brief- und Paketboten genießen in der Bevölkerung trotz der zunehmenden Beschwerden nach wie vor ein hohes Ansehen. Die Kunden wissen ganz genau, dass die Beschäftigten ihr Bestmögliches geben, um die Post ordnungsgemäß und pünktlich zuzustellen. Der Arbeitgeber hingegen sieht die Mitarbeiter viel zu oft nur noch als Kostenfaktor."

 

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