th Dienstleistung kom29.07.2019 In einem 3-monatigen Pilotprojekt testet die Post die Zustellung mittels E-Lastenrädern. City-Logistik, Nachhaltigkeit und die Zustellung auf der letzten Meile sind Themen, mit denen sich die Österreichische Post seit Jahren intensiv auseinandersetzt.

Bereits Anfang 2018 wurde beispielsweise bei dem von der Post ins Leben gerufenen „City Logistik Jam“ mit diversen Stakeholdern aus der Stadt Wien sowie aus den Bereichen Forschung und Wirtschaft an unterschiedlichen Konzepten gearbeitet. Die Weiterentwicklung einer der Ideen wurde heute mit dem Pilotprojekt „City Hub Wien“ von DI Peter Umundum, Vorstand Paket & Logistik der Österreichischen Post, gemeinsam mit dem Bezirksvorsteher des 3. Wiener Gemeindebezirks, Erich Hohenberger, vorgestellt. Anders als bei bisherigen Tests zur City-Logistik setzt die Post dabei auf ein gesamtheitliches Konzept. Im Fokus stehen Aspekte wie Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit, Kunden-zufriedenheit und die Zufriedenheit der Zustellerinnen und Zusteller.

Im Pilotprojekt testet die Post die Zustellung mittels E-Lastenrädern über zentral gelegene City Hubs. Gemeint sind damit Standorte in zentraler Lage, wo Pakete gesammelt und von dort aus zugestellt werden. Bei „City Hub Wien“ bringt ein Lkw die Pakete konsolidiert in das City Hub, von wo aus die Zustellerinnen und Zusteller direkt mit alternativen Fahrzeugen losstarten können. Die Post nutzt spezielle E-Lastenräder der Firma Rytle, mit denen CO2 gespart und Lärm vermieden werden können. Die Zustellung mit dem E-Lastenrad soll eine komplette Tour mit dem Transporter ersetzen. Das heißt, dass die gleiche Menge an Paketen zugestellt werden kann wie mit einem regulären Dieselfahrzeug.

„Es stellt sich die Frage, wie die Zustellung auf der letzten Meile nachhaltiger, trotzdem effizient und umsetzbar gestaltet werden kann. Wir verfolgen einen neuen Ansatz, in dem Zustellboxen bereits im Logistikzentrum mit Paketen vorbeladen und von dort zum City Hub gebracht werden. Unsere Zustellerinnen und Zusteller sortieren die Pakete nicht mehr selbst, sondern übernehmen diese direkt zur Zustellung und können sofort mit dem Lastenfahrrad ihre Tour starten“, so Peter Umundum, Vorstand Paket & Logistik.

Die Österreichische Post stellt bereits seit 2011 Sendungen CO2-neutral zu, betreibt mit mehr als 1.600 E-Fahrzeugen die größte heimische E-Flotte und ist Vorreiter in der grünen Logistik. Zudem wurde der Österreichischen Post mit der Verleihung der Partnerschaft bei der Dachmarke des österreichischen Logistik-Sektors AUSTRIAN LOGISTICS – unter der Leitung des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie – exzellente Logistikqualität bestätigt.

Getestet wird das Konzept im 3. Wiener Gemeindebezirk. „Das Projekt ist ein wichtiger Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit in der städtischen Infrastruktur“, zeigt sich Bezirksvorsteher Erich Hohenberger erfreut. „Ich hoffe, dass diese neue Form der Zustellung von den Bewohnerinnen und Bewohnern des 3. Bezirks gut angenommen wird und sich positiv auf die Kundenzufriedenheit und die Umwelt auswirkt.“

Das Pilotprojekt läuft über drei Monate, in denen erste Erfahrungen gesammelt und die Umsetzbarkeit geprüft werden soll. Im nächsten Projektschritt greift die Post auf heimisches Know-how aus der Forschung zurück und analysiert die Ergebnisse in Zusammenarbeit mit dem Logistikum der FH OÖ Campus Steyr, das sich ebenfalls intensiv mit City-Logistik beschäftigt.

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) gefördert und im Rahmen des Programms – Logistikförderung – durch die Schieneninfrastruktur-Dienstleistungsgesellschaft mbH (SCHIGmbH) abgewickelt.


Weitere Informationen:
www.post.at