15.10.2018 Am 4. Oktober 2018 ging im Haus der österreichischen Wirtschaft in Wien der 8. E-Vergabe- und E-Rechnungskongress der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) über die Bühne.

Mariana Kühnel, Generalsekretär-Stellvertreterin der Wirtschaftskammer betonte in ihren einleitenden Worten: "Digitalisierung ist ein komplexes Thema - keines, bei dem man einfach ein Update macht und auf dem neuesten Stand ist. Insbesondere KMU brauchen Unterstützung, Beratung und Information - der heute E-Vergabe- und E-Rechnungskongress ist hier nur eines von vielen Angeboten der Wirtschaftskammer. Derzeit gebe es beim Thema Digitalisierung noch deutliche Unterschiede zwischen großen und kleinen Unternehmen, stellte Kühnel fest. Für ein nachhaltig erfolgreiches Wirtschaften sei es aber essenziell, die Möglichkeiten der Digitalisierung und Innovation als Chance zu nutzen. Savina Kalanj, Expertin des Bundesministeriums für Verfassung, Reformen, Deregulierung und Justiz (BMVRDJ), präsentierte vor den rund 200 Unternehmensvertretern und Auftraggebern die neuen rechtlichen Rahmenbedingungen der elektronischen Auftragsvergabe, kurz E-Vergabe. Öffentliche Auftraggeber müssen ab 18. Oktober Aufträge von grenzüberschreitender Bedeutung innerhalb des EU-Raums über elektronische Plattformen vergeben. Vergabeverfahren von Bauaufträgen ab einem Auftragsvolumen von rund 5,5 Millionen Euro sowie von Liefer- und Dienstleistungsaufträgen ab 221.000 Euro werden somit vollständig digital - also ohne den bisher üblichen Postversand, umfangreiche Papierausdrucke und bürokratischen Aufwand - abgewickelt. In Österreich ist der B2B-Rechnungsaustausch auf Basis von E-Rechnungsstandards wie EDI, XML anteilsmäßig noch recht gering, wenn auch mit leicht steigender Tendenz. Die jüngste Erhebung der WKÖ im Rahmen der Digital Now-Offensive zeigt immerhin, dass elektronische Rechnungen mittlerweile deutlich beliebter sind als Papierrechnungen.

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