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Immer wieder geben Unternehmen oder Organisationen öffentlichkeitswirksam bekannt, auf Druckerzeugnisse zu verzichten, um sich nur noch auf Online-Kommunikation zu stützen. Begründet wird der Umstieg in der Regel damit, dass sie damit zum Klimaschutz beitragen würden. Untersuchungen des Institutes für Zukunftsstudien und Technologiebewertung und dem Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik zeigten jedoch, dass digitale Medien nicht per se umweltschonender sind als gedruckte - es kommt auf die Produktion und die individuelle Nutzung an.

 

Daher liegt die Vermutung nahe, dass Entscheidungen, sich von Druckprodukten abzuwenden, häufig auf anderen Gründen als auf der Sorge um die Umwelt basieren. Zumal die Umweltbilanz von Druckprodukten bereits recht gut ist und sich stetig verbessert:

1. Die Produktion sämtlicher Druckprodukte in Deutschland (inkl. Bücher, Prospekte, Tapeten, Plakate, Geschäftsrucksachen, Etiketten usw.) macht weniger als 1 % des CO2-Fußabdrucks pro Person aus.
2. Für die Druckprodukte werden keine Naturwälder gerodet. Frischfasern für Papier stammt ganz überwiegend aus Sägewerksabfällen, Plantagen- oder Durchforstungsholz. Das Stammholz ausgewachsener Bäume ist viel zu wertvoll für die Papier- und Druckindustrie. Es wird vor allem für Häuser und Möbel verwendet.
3. Der Energieverbrauch der Druck- und Medienwirtschaft sinkt seit Jahren. Immer mehr Betriebe setzen zur Deckung ihres Bedarfes auf ökologische Quellen oder produzieren den Strom sogar selbst.
4. Bei der Papierherstellung wird das Wasser im Kreislauf gefahren, das heißt, es wird zu 90 % wiederverwertet und nach der Reinigung sauber in die Natur zurückgeführt.
5. Im Rahmen einer Selbstverpflichtung der Arbeitsgemeinschaft Graphische Papiere (AGRAPA) gelingt es mittlerweile, 84 Prozent der grafischen Papiere zu recyclen. Für diese Leistungen wurde die Gemeinschaft vom Bundesumweltministerium mehrfach gelobt, denn auf diese Weise wird aus dem Papier einer Broschüre z.B. eine Zeitung, später eine Papiertüte und ganz zum Schluss Hygienepapier.

Diese Fakten und weitere Informationen über die gute Umweltbilanz von Druckprodukten hat der Bundesverband Druck und Medien e.V. (bvdm) in der Broschüre „Umwelt. Bewusst. Gedruckt“ zusammengestellt. Insbesondere, wenn Unternehmen wie zum Beispiel Rewe Druckprodukte öffentlichkeitswirksam zugunsten ihrer Online-Kommunikation an den Pranger stellen und dies mit „der Umwelt zuliebe" begründen, ist das laut bvdm ruf- und geschäftsschädigend für eine ganze Branche, für tausende Unternehmen und knapp eine halbe Million Beschäftigte. Diskreditiert werde eine wirtschaftlich und gesellschaftlich relevante Industrie, die mit gedruckten Zeitungen für Meinungsvielfalt steht, Schulen, Auszubildende und „Leseratten" mit Büchern bedient, Prospekte für den Einzelhandel produziert, Verpackungen für unsere Supermärkte bedruckt, Kulturbetriebe mit Plakaten und Programmen ausstattet, auf Messen für den Erfolg der Ausstellenden sorgt oder Wahlzettel und Parlamentsdrucksachen herstellt.

www.umweltbewusstgedruckt.de

News vom: 21.02.2024

Foto: Bank Phrom/Unsplash

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