Aktuelles aus den Bereichen

In einem Marktumfeld, das von Volatilität, Just-in-Time-Lieferdruck und sinkenden Margen geprägt ist, hat Koenig & Bauer den britischen Traditionsverpackungshersteller Harrison Packaging bei einer umfassenden strategischen Neuausrichtung unterstützt. Durch die Integration einer Rapida 106 X und einer Omega Allpro 110 Faltschachtelklebemaschine transformierte Harrison Packaging seine Produktionskette von einem Engpass zu einem Wettbewerbsvorteil.

 

Die Investition ermöglicht dem Unternehmen nicht nur signifikante Effizienzsteigerungen, sondern auch den Eintritt in den lukrativen Markt für Feinstwelle-(Micro Flute-)Verpackungen.

Als Craig Turnbull 2021 Harrison Packaging als Eigentümer übernahm, fand er ein Unternehmen mit exzellentem Know-how, aber veralteter Technologie vor. „Es war das Ende der Pandemie, eine Zeit der Unsicherheit. Doch wir brauchten dringend neue Impulse“, erklärt Turnbull. Die Entscheidung für Koenig & Bauer fiel nicht aufgrund eines Standard-Angebotes, sondern wegen des beratenden Ansatzes. „Harrison Packaging war traditionell kein Koenig & Bauer-Partner. Aber unsere Anforderungen waren nicht standardisiert. Der Ansatz von Koenig & Bauer, zuzuhören und Lösungen zu entwickeln, passte perfekt zu uns“, so Turnbull weiter. „Ich war schon immer der Überzeugung, dass Zuhören die Kunst des Verkaufens ist, nicht Reden.“

Die installierte Achtfarben-Rapida 106 X mit Doppellack-Ausstattung wurde anwenderspezifisch konfiguriert, um die Rüstzeiten bei den für Harrison typischen häufigen Jobwechseln drastisch zu senken.

• Produktivität: Mit 20.000 Bogen/h entspricht die Maschine der maximalen Produktionsleistung, die Harrison im Alltag benötigt.
• Flexibilität: Die Rapida 106 X ermöglicht Harrison, eine breite Palette an Substraten zu verarbeiten und sich vom reinen Vollkarton-Geschäft zu lösen.

„Wir sind kein Konzern für Massenauflagen, sondern ein Mittelständler für flexible Produktion im kleinen und mittleren Bereich. Kurze Rüstzeiten sind für unsere Profitabilität entscheidend“, betont Turnbull. Chris Scully, Geschäftsführer von Koenig & Bauer (UK), ergänzt: „Die technologische Bandbreite dieser Maschine ist enorm – sie ist der Schlüssel, um sich in einem dynamischen Markt vom Wettbewerb abzuheben.“

Um die höhere Druckkapazität effizient weiterzuverarbeiten, entschied sich Harrison Packaging zudem für eine Omega Allpro 110 von Koenig & Bauer. Die Anforderung war auch hier klar: Keine Standardmaschine, sondern eine Lösung für hohe Flexibilität.
Die neue Anlage verarbeitet sowohl klassischen Vollkarton als auch Feinstwelle. „Das ist eine große Bandbreite mit enormem Potenzial“, so Turnbull über das neue Marktsegment, das Harrison nun bedienen kann.

Ausgestattet mit modifizierten Vor- und Endfalz-Sektionen erlaubt die Maschine auch bei Bandgeschwindigkeiten von bis zu 400 m/min eine präzise Ausrichtung. Zudem minimiert sie die Makulatur durch ein integriertes Qualitätskontrollsystem. „Dank der intuitiven Bedienung und kurzen Rüstzeiten erzielt die Omega Allpro 110 eine unglaublich hohe Nettoproduktionsleistung“, bestätigt Turnbull.

Die Investition in die Technologie von Koenig & Bauer hat Harrison Packaging zukunftssicher gemacht. „Unsere Investitionspolitik erlaubt es uns, Kundenerwartungen durch flexible Kapazitäten nicht nur zu erfüllen, sondern zu übertreffen“, resümiert Turnbull.
Für Koenig & Bauer unterstreicht dieses Projekt die Rolle als strategischer Partner, der über den reinen Maschinenbau hinausgeht und Kunden dabei hilft, neue Geschäftsfelder profitabel zu erschließen.

https://harrisonpack.com

News vom: 28.01.2026

Bildunterschrift: Im vergangenen Jahr besiegelten Craig Turnbull (rechts), Eigentümer und Managing Director von Harrison Packaging, und Chris Scully (links), CEO von Koenig & Bauer (UK), den Kauf einer Omega Allpro 110.

Foto: Koenig & Bauer