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Von Künstlicher Intelligenz bis zur digitalen Datensouveränität: Die Finalisten des 25. eGovernment-Wettbewerbs von BearingPoint und Cisco zeigen die Innovationskraft der Verwaltung. Die Bürgerinnen und Bürger können jetzt online am Publikumsvoting teilnehmen.

Ob KI-Assistenten für Bürgeranfragen oder eine staatliche Ein-Klick-Steuererklärungs-App: Bei der 25. Auflage des eGovernment-Wettbewerbs von BearingPoint und Cisco macht die Bandbreite der eingereichten Lösungen deutlich, dass die digitale Transformation der Verwaltung eine neue Qualität erreicht hat. Technologisch, organisatorisch sowie gesellschaftlich.

Im Rahmen der Finalistentage am 6. und 7. Juli wurden in vier Kategorien die jeweiligen Finalisten festgelegt. Wegweisende Projekte für die Verwaltungsmodernisierung aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben dort ihre Lösungen für eine moderne, digitale und resiliente Verwaltung vor einer hochkarätigen Jury präsentiert.

Das Jubiläumsjahr des Wettbewerbs steht damit ganz im Zeichen einer Verwaltung, die technologische Innovation, organisatorische Transformation und nachhaltige Modernisierung immer konkreter in wirksame Projekte übersetzt. Der eGovernment-Wettbewerb gilt seit 25 Jahren als Plattform für die Digitalisierung und Modernisierung der öffentlichen Verwaltung und stellt auch 2026 jene Vorhaben ins Rampenlicht, die Bürgernähe, Effizienz und Zukunftsfähigkeit zusammenbringen.

„Die Finalisten des eGovernment-Wettbewerbs stehen für den Mut, die Ideen und die Tatkraft, die wir brauchen, um einen Umbruch in der digitalen Verwaltung zu erreichen. Ihre Projekte zeigen, dass der Staat Taktgeber für innovative Entwicklungen sein kann. Die Finalisten leisten wertvolle Pionierarbeit, damit die öffentliche Verwaltung die neuesten technologischen Entwicklungen aktiv prüft, vorantreibt und für Bürgerinnen und Bürger nutzbar macht. Es ist beeindruckend, was unsere Innovatoren in der Verwaltung leisten. Jetzt kommt es darauf an, diese Ansätze schnell in die Fläche zu bringen und zum neuen Standard zu machen“, kommentiert Jon Abele, COO der Region Central East sowie Geschäftsführer der BearingPoint GmbH.

Über alle Kategorien hinweg zeigt sich ein klares Bild: Die Verwaltung setzt zunehmend auf integrierte, skalierbare und technologiegetriebene Lösungen.

Besonders prägend sind:

  • der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in produktiven Anwendungen,
  • die konsequente Umsetzung von End-to-End-Prozessen ohne Medienbrüche,
  • sowie der Aufbau souveräner und sicherer digitaler Infrastrukturen.

Diese Entwicklungen unterstreichen, dass Digitalisierung in der Verwaltung nicht mehr isoliert gedacht wird, sondern als ganzheitlicher Transformationsprozess angelegt ist.

„Die nächsten Jahre werden entscheidend dafür sein, wie wir Verwaltung neu denken und gestalten. Der eGovernment-Wettbewerb zeigt eindrucksvoll, dass die Ideen, das Know-how und die Innovationskraft dafür längst vorhanden sind. Jetzt gilt es, erfolgreiche Ansätze konsequent zu skalieren, Innovationen schneller in die Breite zu bringen und digitale Lösungen nachhaltig in der Praxis zu verankern. So kann die öffentliche Verwaltung ihre Rolle als leistungsfähige, moderne und vertrauenswürdige Plattform für Bürgerinnen und Bürger, Wirtschaft und Gesellschaft weiter ausbauen. Ich freue mich darauf zu sehen, wie die diesjährigen Projekte die digitale Transformation der Verwaltung in den kommenden Jahren weiter prägen werden“, so Reinhard Geigenfeind, Globaler Leiter Public & Health Services bei BearingPoint.

Die Finalistentage gaben einen kompakten Überblick über die aktuell relevantesten Entwicklungen in der Verwaltungsmodernisierung. In mehreren Sessions präsentierten die Finalisten ihre Lösungen, beantworteten Fragen der Jury und diskutierten Perspektiven für die Übertragbarkeit ihrer Ansätze.

Die vier Kategorien des Wettbewerbs spiegeln die zentralen Handlungsfelder der digitalen Verwaltung wider:

  • Digitalisierungsschub durch KI und moderne Infrastruktur

Von sicheren KI-Plattformen für die öffentliche Hand bis hin zu datengetriebenen Anwendungen: Projekte dieser Kategorie zeigen, wie neue Technologien produktiv genutzt werden, etwa durch souveräne KI-Infrastrukturen oder datenbasierte Entscheidungsunterstützung.

  • Kundenzentrierte Verwaltungsprozesse von Anfang bis Ende (E2E) neu gedacht

Hier standen konsequent nutzerzentrierte Ansätze im Fokus: digitale Steuererklärungen per App, integrierte Serviceportale oder vollständig digitalisierte Antragsprozesse, die Medienbrüche eliminieren.

  • Nachhaltiger Wandel durch Staatsmodernisierung und Verwaltungstransformation

Die Projekte dieser Kategorie zeigen, dass digitale Transformation weit über Technologie hinausgeht - etwa durch organisationsübergreifende Zusammenarbeit oder neue Formen des Veränderungsmanagements, wie bei länderübergreifenden digitalen Ökosystemen im Gesundheitsbereich.

  • Souveränität, Sicherheit und Stabilität digitaler Infrastrukturen

Von sicherer Softwarelieferkette bis zu dezentralen Plattformlösungen: Diese Projekte verfolgen übergreifend das Ziel, die digitale Souveränität der öffentlichen Verwaltung durch den konsequenten Einsatz von Open-Source-Technologien, offenen Standards und europäischen Infrastrukturen zu stärken und Abhängigkeiten von proprietären Anbietern sowie außereuropäischen Hyperscalern abzubauen. Im Mittelpunkt stehen Informationssicherheit, Datenschutz und Resilienz.

„Der öffentliche Sektor steht an einem Wendepunkt: Technologien wie Künstliche Intelligenz und moderne Infrastrukturen eröffnen völlig neue Möglichkeiten, Leistungen effizienter, sicherer und bürgernäher zu gestalten. Entscheidend ist jetzt, diese Potenziale konsequent zu nutzen und in skalierbare Lösungen zu überführen“, sagt Martin Obholzer, Managing Director Öffentliche Hand bei Cisco Deutschland.

Verwaltung dient den Bürgerinnen und Bürgern. Parallel zu den Jurybewertungen startet deshalb auch in diesem Jahr das Publikumsvoting, bei dem Bürgerinnen und Bürger ihr favorisiertes Projekt wählen können. Das Projekt-Team mit den meisten Stimmen gewinnt den erneut ausgelobten Publikumspreis. Alle Interessierten haben die Möglichkeit, vom 8. Juli bis zum 20. August unter www.egovernment-wettbewerb.de/public-voting für ihr präferiertes Projekt abzustimmen.

Eine unabhängige Jury, besetzt mit Fachleuten aus den Bereichen Verwaltungsinformatik, Gesellschaftsentwicklung und Medien, entscheidet dann im September über die konkreten Platzierungen in den vier Kategorien. Alle Platzierten werden auf großer Bühne im Rahmen des Ministerialkongresses am 2. und 3. September 2026 in der „Alten Münze“ in Berlin ausgezeichnet. Den Auftakt macht die Verleihung des Publikumspreises am 2. September ab 18:15 Uhr. Die Preisverleihung der Kategorienpreise folgt am 3. September ab 13:00 Uhr.

Eine Anmeldung zum Ministerialkongress sowie zu der Preisverleihung am 3. September ist online möglich.

www.ministerialkongress.de/de/online-anmeldung

News vom: 08.07.2026

Foto: BearingPoint GmbH